Kobolde

Mythologische Geschichte

Der Kobold ist ein Hausgeist, der das Haus schützt, aber seine Bewohner gerne neckt, allerdings ohne Schaden anzurichten. Er kann zum Beispiel in Form einer Feder erscheinen, die einem im Schlaf auf die Nase fällt und so ein Niesen
verursacht. Im Erzgerbirge erscheint er tagsüber zurückgezogen im Haus als lebende schwarze Katze, während er nachts als drachenähnliches Wesen aus dem Schornstein fährt, um seinen Besitzer Geld zuzutragen. Besitzer von Kobolden
werden daher oft wohlhabend. Können jedoch nicht sterben, bevor sie den Kobold an eine andere Person abgegeben haben.

Mythologisch gehören Kobolde zur niederen Mythologie und damit zu den Alben (auch Elben, Elfen oder Alfen). Zu den Alben zählt auch der Klabautermann als der „Kobold des Schiffes“. In der Einteilung mythologischer Wesen sind auch die Nixen,
Zwerge, Wichtel, Waldmännlein oder Landwichte ähnlich den Kobolden, elbische Naturgeister. Man stellt ihnen dem Volksglauben nach, über Nacht eine Schale Milch oder andere Nahrung bereit, was eine Opferhandlung an den Hausgeist darstellt.

Begriffliche Ableitung

Die Namen des chemischen Elementes Cobalt (Co) leiten sich von Kobolden ab. Weil in früherer Vorstellung angeblich Erze mit diesem (damals) unbearbeitbaren Mineral bzw. sie Silber frassen und an dieser Stelle wertlosere silberfarbene Erze ausschieden.


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